16.-22. Mai 2025
Eröffnung: 16. Mai 2025, 18 Uhr, Stadtgalerie, Foyer
tägl.: ab 11 Uhr bis Konzertbeginn
AUDIOVISUELLE INSTALLATION
LIMBO ist eine audiovisuelle Installation, kreiert von Viktoriia Vitrenko (Sängerin, Pianistin, Performerin) in Zusammenarbeit mit Studio Radar, einem kreativen Duo aus Alexei Gnedenko und Timur Tkachenko aus Kiew, Ukraine. Das Projekt untersucht physische und psychologische Zustände von Menschen, die sich in einem Schwebezustand befinden, unfähig, voranzukommen oder sich zu bewegen, während sie mit einer ungewissen Zukunft konfrontiert sind.
Ursprünglich 2021/22 als Bühnenperformance für eine Sängerin am Klavier konzipiert, reflektierte das Werk über eine Vielzahl von Faktoren: die Vorahnung des russisch-ukrainischen Krieges, die anhaltende Pandemie sowie die Inhaftierung von Maria Kalesnikava, einer belarussischen Oppositionsfigur und Vitrenkos Kollegin und Freundin.
Das Genre von LIMBO ist bewusst fluid und ermöglicht eine vielseitige künstlerische Erkundung. In der neuen Version als audiovisuelle Installation verschmelzen 3D-Grafiken mit thermografischen Kamerabildern, Videoaufnahmen von Kiews frühen Frühlingsimpressionen – entstanden kurz nach der Schlacht um Kiew – und Vitrenkos persönliche Erforschung ihres eigenen Zwischenraums durch Stimme und Körper. Diese Elemente fügen eine sinnliche, schwer greifbare Dimension hinzu.
Die Installation ist geprägt von einem reichen Symbolismus und einer Vielzahl an Artefakten, die die Zwischenzustände zwischen Vergangenheit und Zukunft, Hoffnung und Zweifel visuell und akustisch greifbar machen. LIMBO spiegelt auf eindringliche Weise die universellen Erfahrungen von Unsicherheit, Vorahnung und Erwartung wider und lädt dazu ein, sich mit diesen vielschichtigen Emotionen auseinanderzusetzen.