Viktoriia Vitrenko

Viktoriia Vitrenkos Karriere führte sie auf Bühnen quer durch Europa sowie zu Festivals wie dem Eclat und Gaudeamus gemeinsam mit Ensembles wie u.a. Silbersee und Klangforum Heidelberg. Ihr Debütalbum „Scenes“ (2019, AUDITE) mit Kammermusik von György Kurtág gewann den Supersonic Pizzicato Award und wurde für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik (PdSK-2019) und die International Contemporary Music Awards 2020 nominiert. 2020/21 war sie Artist in Residence an der „Cité internationale des arts“ in Paris und 2023/24 an der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. 2023 gewann sie den Michiko Hirayama Preis der Scelsi-Stiftung.

Neben ihrer Gesangskarriere ist Viktoriia Vitrenko auch als Chorleiterin erfolgreich, zunächst mit dem Frauen-Ensemble „Making Waves“. Es folgten zahlreiche Preise, darunter der 1. Preis beim „Singing World“ in St. Petersburg (Russland, 2012) und der 1. Preis beim „Ohrid Choral Festival“ (Mazedonien). Ab 2015 war sie Stipendiatin des DIRIGENTENFORUMS und nahm an Workshops mit großen Chören wie dem Berliner Philharmonischen Chor teil. Sie leitete auch Produktionen wie „Alice im Wunderland“ am Staatstheater Stuttgart.

Als Dirigentin leitete sie Ensembles wie das Pforzheimer Kammerorchester, das Concerto Tübingen und das Ensemble MusikFabrik. Sie studierte Dirigieren bei Viktor Petrychenko und anderen.

Sie unterrichtet an der HMDK Stuttgart und gab Meisterklassen. Kultureller und sozialer Austausch spielt eine zentrale Rolle für Viktoriia Vitrenko. Sie sieht sich als Vermittlerin der ukrainischen Kultur und aktive Förderin zeitgenössischer Musik. Die Zusammenarbeit mit Künstlern außerhalb des Musikbereichs ist ein integraler Bestandteil ihrer kreativen Arbeit. 2023 gründete sie deshalb das Projekt INTERAKT, eine interdisziplinäre Initiative für sozio-politische Themen. Zu ihren neuesten Produktionen gehören die inklusive Musiktheater- & Tanzaufführung „Vox ex nihilo“ sowie das inszenierte Solokonzert „Limbo“.