May 22, 2025
20:00
Konzert 6: Hörkoma - Lange//Berweck//Lorenz und die Faszination der Synthesizer
Pumpe - SaalTickets
Eintritt Frei

Lange//Berweck//Lorenz: Silke Lange, Sebastian Berweck und Martin Lorenz

Programm:

Pierre Jodlowski: Artefacts (2023)
Marta Sniady: Neues Werk (Uraufführung, 2025)
Lula Romero: Neues Werk (Uraufführung, 2025)
Bernhard Lang: DW30 - Loops für Klaus Schulze (2017)

Das Berliner Ensemble Lange//Berweck//Lorenz präsentiert mit seinem neuen Programm „Hörkoma“ zwei Uraufführungen für Synthesizertrio – von Marta Śniady (Polen) und Lula Romero (Spanien/Deutschland). Ergänzt wird das Programm durch „Artefacts“ (2023) von Pierre Jodlowski (Frankreich) sowie das epische „DW30 – Loops für Klaus Schulze“ (2017) von Bernhard Lang (Österreich).

Pierre Jodlowskis Stück „Artefacts“ verbindet Avantgarde mit Ironie. Es basiert auf einer über Jahre gewachsenen Sammlung von Samples, deren Wurzeln in der Metal-Musik unüberhörbar sind. Doch anstatt sie brachial einzusetzen, überführt Jodlowski sie in eine feinsinnige kammermusikalische Ästhetik – Kammermetal sozusagen.

Die polnische Komponistin Marta Śniady (geb. 1986) kreiert Werke an der Schnittstelle von Musik, Video und Performance. Ihre audiovisuellen Kompositionen thematisieren gesellschaftliche Fragen rund um Körperbilder und Technologie und entstehen oft in Zusammenarbeit mit anderen Kunstformen.

Lula Romero setzt sich in ihrer Musik intensiv mit Raum, Klangbewegung und deren gesellschaftlicher Dimension auseinander. Oft arbeitet sie im Kontext feministischer Theorien und sozialer Gleichheit. Ihr eigener Anspruch an Kunst: „Die Kunst sollte den Zuhörer nicht durch einfache Konsumierbarkeit oder als bloßer Ausdruck des Künstlers ansprechen – und damit ihre Wahrheit verlieren –, sondern indem sie tatsächlich neue Möglichkeiten schafft.“

„DW30 – Loops für Klaus Schulze“ ist eine Hommage an den legendären Synthesizer-Pionier Klaus Schulze. Bernhard Lang verbindet darin seine charakteristischen Loops mit grotesken, synthetisierten Stimmen, raumfüllenden Hallklängen und harschen, mikrotonalen Noiseschichten – eine klangliche Erinnerung an die Berliner Schule der elektronischen Musik.

„Hörkoma“ ist ein Programm voller Kontraste – von klanggewaltig bis subtil, von kraftvoller Elektronik bis zu feinen, ausgeklügelten Strukturen. Ein vielschichtiger Blick auf das, was Synthesizer und elektronische Musik heute leisten können.